Montag, 18. Dezember 2017

20
Juni
2012

Social Media – aber bitte mit Strategie (Teil 2)

Im ersten Teil dieser Serie habe ich gezeigt, welche Schritte auf dem Weg zu einer Social-Media-Strategie als Erstes anstehen.

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Mit dem zweiten Teil dieser Blog-Artikel-Serie gebe ich weitere Tipps, was zu tun und zu überlegen ist, bevor ein Unternehmen in Social Media einsteigt.

Nachdem Sie also festgelegt haben, welche Ziele Sie über Social Media erreichen möchten und welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten, sollten Sie einen Blick auf Ihre Wettbewerber werfen.

3. Analyse der Wettbewerber

Für eine vollständige Social-Media-Strategie ist es hilfreich zu schauen, ob und wie die eigenen Wettbewerber im Social Web aktiv sind. Lernen Sie aus den Negativ- und Positivbeispielen Ihrer Wettbewerber. Außerdem kann die Wettbewerbsanalyse hilfreiche Hinweise darauf geben, welche Plattform(en) Sie auf jeden Fall besetzen sollten. Gehen Sie Schritt für Schritt vor und analysieren Sie die Auftritte Ihrer Wettbewerber: Die Analyse kann folgende Punkte berücksichtigen: 

  1. Sind meine Wettbewerber im Social Web aktiv? Und falls ja, auf welchen Plattformen sind meine Wettbewerber präsent?

    Machen Sie sich eine Liste, welche Wettwerber auf welchen Plattformen aktiv sind. Daraus lässt sich ableiten, auf welche Plattformen Ihre Wettbewerber Schwerpunkte setzen. Außerdem hilft es Ihnen zu sehen, welche Position Sie gegenüber den Wettbewerbern durch Ihr Social-Media-Engagement einnehmen können. Sind z.B. viele Ihrer Wettbewerber noch nicht im Social Web aktiv, bietet Ihnen dies die Chance, eine Vorreiter-Rolle einzunehmen. Sind dagegen die meisten Wettbewerber schon vertreten, sollten Sie nicht allzu lange mit dem Einstieg warten, sonst hängen Ihre Wettbewerber Sie ab.

  2. Welche Anzahl an „Gefällt mir“-Angaben / Follower und Co. können Ihre Wettbewerber aufweisen? Und wie aktiv sind die Nutzer?

    Die Aussagekraft der rein quantitativen Zahl ist natürlich begrenzt. Deswegen muss die Anzahl unbedingt in Relation zu deren Aktivität gestellt werden. Also, wie regelmäßig werden Kommentare abgegeben? Findet tatsächlich eine Interaktion statt, d.h. findet über Social Media tatsächlich ein Austausch mit den Nutzern statt?

  3. Welche Inhalte werden angeboten? Und in welcher Frequenz?

    Hier lohnt es sich, mal einen genaueren Blick auf die Inhalte zu werfen. Welche Art von Inhalten wird angeboten und wie werden diese präsentiert (z.B. über Text, Video oder Bild)? Schauen Sie auch, welche Inhalte eine besonders hohe Nutzerresonanz erzielen. Vielleicht gibt es hier ja ein bestimmtes Schema, welches für Ihren Bereich besonders gut funktioniert. Schauen Sie aber auch, bei welcher Art von Inhalten Ihre Wettbewerber keine Resonanz erzielen.

Nur damit wir uns jetzt nicht falsch verstehen: Bei dieser Betrachtung geht es nicht darum, die Wettbewerber zu kopieren. Im Gegenteil, es soll Ihnen vor allem zeigen, wie es nicht geht und was Sie vermeiden sollten (z.B. nutzen viele Unternehmen Facebook und Co. immer noch zur reinen Produktpräsentation und wundern sich dann, warum sie kaum „Gefällt-mir“-Angaben oder Kommentare erhalten). Eine solche Analyse wird Ihnen aber auch helfen zu sehen, ob Ihre Wettbewerber mit Ihrem Thema im Social Web Fuß fassen konnten. Falls dies nicht der Fall ist, nutzen Sie die Chance als Vorreiter, seien sich aber dann bitte bewusst, dass dies nicht immer einfach wird und entsprechender Aufwand betrieben werden muss.

4. Plattformen festlegen

Als Nächstes wird es Zeit, die Plattformen für die eigene Social-Media-Präsenz zu definieren. Die richtigen Plattformen können nur sinnvoll auf Basis der vorangegangenen Analyse gewählt werden. Z.B. muss sich ein Unternehmen fragen, welche Plattformen am besten zu der eigenen Zielgruppe passen. Mit der Analyse der Zielgruppe wissen Sie, auf welchen Plattformen Ihre Zielgruppe aktiv ist und auf welchen eher weniger. Auch die Wettbewerbsanalyse kann Hinweise liefern, wo Ihre Zielgruppe besonders erreichbar und aktiv ist. Damit schränkt sich die Auswahl schon einmal ein. Dann müssen Sie sich natürlich noch fragen, welche Plattformen zu Ihren Zielen passen, und entsprechende Zuordnungen treffen und schließlich schauen, welche Plattformen noch übrig bleiben.

Hier mal ein paar Infografiken, die bei der Zuordnung der Ziele zu Social-Media-Plattformen hilfreich sein können:

Cmo`s Infografik, welche Ziele der Erreichbarkeit bei verschiedenen Plattformen zuordnet.

Diese Infografik, die einen Vergleich zwischen Google+ und Facebook zeigt, kann hilfreich sein, wenn es um die Auswahl zwischen Google+ und Facebook geht.

Darüber hinaus sollten Sie prüfen, ob Sie eine Plattform aus strategischen Gründen einbeziehen sollten, bspw. um sich gegenüber Ihren Wettbewerbern zu positionieren.

Bei der Frage nach der Auswahl der Plattformen vergessen Sie aber nicht die praktische Umsetzung. Es muss für Ihr Unternehmen auch möglich sein, rein kapazitätstechnisch, Inhalte bereitzustellen. Entscheiden Sie sich bspw. für einen Blog, Google+, Twitter und Facebook, ist das für ein kleines und mittelständisches Unternehmen erst mal eine ganze Menge. Jede Plattform bedarf, bei einer erfolgversprechenden Nutzung, einer eigenen Strategie und auch wenn Inhalte teilweise für verschiedene Plattformen genutzt werden können, müssen sie mindestens anders aufbereitet werden. Also fragen Sie sich auch, ob Sie es z.B. tatsächlich leisten könnten, regelmäßig Blogartikel zu schreiben, bevor Sie sich für diese Plattform entscheiden.

Wenn Sie schon die Plattformen gewählt haben, sind Sie schon auf einem guten Weg. Als Nächstes stehen jetzt die Inhalte an, die Sie über Social Media bereitstellen können. Wie Sie eine Inhaltsstrategie aufbauen und weitere Tipps für Ihre Social-Media-Strategie gebe ich Ihnen in meinem nächsten Blog-Beitrag.

Geschrieben von Beate Peter Kategorie Social Media, Marketing

Über den Autor

Beate Peter

Beate Peter

Nach dem Studium der Unternehmenskommunikation an der Hochschule der Medien Stuttgart arbeitete Beate Peter seit Anfang 2011 bis zum Oktober 2012 als Beraterin und Projektmanagerin bei modus_vm. Im Fokus ihrer Arbeit stand stets die ganzheitliche Kommunikation. Sie entwickelte kreative Marketingkonzepte mit maximaler Wirkung für unsere Kunden. Die Qualität Ihrer Blogbeiträge schätzen wir sehr, deshalb führen wie Sie hier als Gastautor weiter.

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