Freitag, 15. Dezember 2017

28
Mai
2017

Lebensmittel und Speisen bequem im Internet bestellen

Einkaufen ist für viele eine lästige Alltagspflicht. Auch um gut und schnell zu essen, wird gern einfach mal zum Telefon gegriffen und das Wunschgericht bestellt. Für beides gibt es Alternativen im Internet: Onlinesupermärkte fürs Einkaufen und Onlinelieferdienste für die Bestellung von Speisen.

Onlinesupermärkte mit oder ohne Ladengeschäfte

Onlinesupermärkte sind Vollsortimenter für den Online-Einkauf von Lebensmitteln. Dabei wird zwischen Onlinesupermärkten herkömmlicher Supermärkte und sog. reinen Onlinesupermärkten, die keine Ladengeschäfte mehr haben, unterschieden. So gehört beispielsweise der Online-Shop Allyouneedfresh zu den reinen Onlinesupermärkten. Mit einem Angebot von über 22.000 Artikeln bietet dieser Onlinemarkt sogar weit mehr Waren an als Online-Shops herkömmlicher Supermarktketten.

Onlinesupermärkte

Onlinesupermärkte funktionieren wie andere Einkaufsportale. Schade ist jedoch, dass nur wenige Anbieter die Möglichkeiten eines Online-Shops nutzen. Allyouneedfresh geht hier seit einiger Zeit andere Wege. So bietet der reine Onlinesupermarkt verschiedene Filtersysteme nach Produktkategorien oder Ernährungsformen an. Auch beim Bestellen selbst bietet die DHL-Tochter innovative Möglichkeiten an. So kann über den Gesprächsassistenten Alexa von Amazon bestellt werden, ebenso ist das Einkaufen per Messenger-Systeme möglich. Eine andere Art der Bestellung liefert der sog. intelligente Papierkorb, der unlängst vorgestellt wurde. Mit dem smarten Eimer werden Lebensmittel vor dem Wegschmeißen gescannt und dann sofort bestellt. Durch eine neue Partnerschaft mit dem Bundesligaverein Schalke 04 können Allyouneedfresh-Artikel und Aktionen demnächst über einen intelligenten Chip im Fußballtrikotärmel bestellt bzw. abgerufen werden.

Online-Lebensmitteleinkäufe mit starkem Umsatzplus

Der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel (BEVH) hat die Umsatzzahlen für den Online-Handel im 1. Quartal 2017 veröffentlicht und ein deutliches Umsatzplus konstatiert. Lebensmittel, Drogeriewaren und Tiernahrung, also das sog. Warencluster „täglicher Bedarf“, verzeichnen eine Steigerung des Bruttoumsatzes von 878 auf 986 Millionen Euro vom 1. Quartal 2016 auf das Erste in 2017. Damit erzielt diese Warengruppe einen Anstieg von 9,5 Prozentpunkten. Wird die Kategorie enger gefasst und nur Lebensmittel alleine betrachtet, dann beträgt das Wachstum im Vorjahresquartalsvergleich 14,8 Prozent, was eine Steigerung des Bruttoumsatzes im Onlinegeschäft von 175 auf 201 Millionen Euro in 12 Monaten bedeutet. 

Zwar lag der Jahresumsatz mit Getränken und sonstigen Lebensmitteln im E-Commerce bislang noch unter einer Milliarde, aber auch hier sind Umsatzsteigerungen zu erwarten. In der Warengruppe „täglicher Bedarf“ belief sich der Umsatz inkl. Umsatzsteuer 2016 auf rund 3,3 Milliarden Euro. 

Wie sich die Umsatzzahlen weiter entwickeln und welche Auswirkungen der Markteintritt von Amazon auf den E-Commerce-Foodmarkt hat, wird sich zeigen.

Familien und Berufstätigte als Zielgruppe

Der Online-Einkauf von Lebensmitteln ist speziell für Familien und Berufstätige eine willkommene Alternative zum herkömmlichen Supermarkt, so das Ergebnis einer Umfrage von 2016 über den Online-Lebensmitteleinkauf unter gut 1.000 Internetnutzern ab einem Alter von 14 Jahren von Bitkom Research. Laut dieser Studie haben 28 Prozent der deutschen Internet-Käufer bereits Getränke oder Lebensmittel im Internet gekauft. Bei den Online-Einkäufern liegt der Anteil der reinen Onlinesupermärkte bei 38 Prozent. Bei den Frischeprodukten beträgt dieser 37 Prozent, rund sechs Prozent mehr als 2015. Und bei den Nicht-Käufern können sich 47 Prozent vorstellen, zukünftig Lebensmittel im Internet zu kaufen.

Online bestellte Speisen sind beliebt

Laut einer repräsentativen Studie von YouGov 2017 nutzt ein Fünftel der Deutschen Essensbestelldienste. Europaweit soll der durchschnittliche Jahresumsatz bis 2021 auf 24 Prozent steigen. Onlinelieferdienste sind Plattformen, die wie Hotelplattformen funktionieren. Sie bündeln nicht nur Angebote vieler Restaurants, sondern vermarkten die Plattform auch, um neue Kunden bzw. Vertragspartner zu gewinnen. Für diesen Service müssen die Restaurants Provisionen von 10 bis 14 Prozent pro Bestellung bezahlen. 

Der Marktführer in Deutschland ist die Delivery Holding GmbH, die ihren Sitz in Berlin hat. Sie ist in über 40 Staaten mit über 3.000 Mitarbeitern tätig. In Deutschland sind beim Marktführer lieferheld.de rund 9.000 Restaurants gelistet, international listet die Holding sogar 200.000 Restaurants. Ein Börsengang ist nach mehreren Ankündigungen für den Sommer 2017 geplant.

Kategorie Marketing

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