Freitag, 20. Oktober 2017

02
Mai
2012

Homepage als statische HTML-Seiten oder dynamisches Content-Management-System – ein Vergleich

Am Anfang muss immer die Entscheidung stehen, welchen Zweck soll meine Unternehmens-Homepage erfüllen.

Demo_wwwUm hier eine Entscheidungshilfe geben zu können, unterteile ich die Unternehmens-Homepages in zwei Kategorien:

1.) eine kompakte informative Unternehmenspräsenz, die keine besonderen Anforderungen in Sachen Aktualität hat, Umfang ca. 20 – 30 Seiten,

2.) eine umfassende Unternehmenspräsenz, die beispielsweise in mehreren Bereichen tagesaktuell sein soll, Umfang ab ca. 30 Seiten.

Jetzt möchte ich die zwei v.g. Kategorien kurz vergleichen sowie Vor- und Nachteile aufzeigen:

Zu 1.) Bei kompakten Unternehmenspräsenzen bietet sich die Erstellung unter klassischem HTML an. Hier wird mittels eines HTML-Editors, z.B. Adobe Dreamweaver, Inhalt und Layout in einer HTML-Datei zusammengesetzt. Jede einzelne Seite der Website ist physikalisch vorhanden und kann bei Veränderungen editiert werden. Individuelle Screendesigns sind problemlos umsetzbar.

Vorteile:

  • plattformunabhänging
  • einfache Programmierung und somit eine preiswerte Möglichkeit zur Erstellung einer eigenen Internetpräsenz
  • kurze Ladezeit, schneller als reines HTML in Verbindung mit CSS geht kaum
  • gute Optimierbarkeit für Suchmaschinen
  • sehr gute Indexierung der Seiten durch Suchmaschinen-Robots

Nachteile:

  • Inhalte können nicht ohne HTML-Editor eingepflegt oder verändert werden
  • unflexibel im Falle einer Ergänzung um weitere Rubriken oder Inhaltsseiten
  • Inhalte können nicht Online editiert werden
  • Grundkenntnisse in HTML und CSS sollten vorhanden sein  

Zu 2.) Für Websites mit viel Inhalt oder mehreren Bearbeitern sollte auf jeden Fall ein Content Management System (CMS) zum Einsatz kommen. Ein Content Management basiert auf der Trennung von Struktur, Layout und Inhalt. Es werden also Texte, Grafiken, Bilder oder Videos oder spezielle Multimedia-Typen in einer Datenbank abgelegt und bei Bedarf wieder zusammengefügt. Wird also ein Dokument von einem Server abgerufen, führen die sog. Templates die Inhalte aus der Datenbank zu einem gemeinsamen Format zusammen, z.B. HTML.

Vorteile:

  • geringe Vorkenntnisse zur Administration nötig. An sich kann jeder den Internetauftritt über einen Web-Browser pflegen und aktualisieren
  • einfache Rechtevergabe und -verwaltung. Verschiedenen Nutzern können verschiedene Rechte zugeteilt werden. Wer beispielsweise den News-Bereich zu pflegen hat, erhält auch nur die Schreibrechte für diesen Bereich
  • standortunabhängige Administration mittels Rich-Text-Editoren (RTE)

Nachteile:

  • Die Erstellungskosten sind deutlich höher als bei klassischem HTML, da ein solches CM-System aufwändiger geplant und von einem entsprechend versierten Programmierer umgesetzt werden muss
  • Mehrkosten für eine höherwertige schnelle Serverumgebung mit Datenbank
  • Da die komplette Homepage auf einem externen Server liegt, sind spezielle Sicherheitsauflagen nötig
  • geringere Performance gegenüber reinen HTML-Webseiten, da die Inhalte erst beim Aufruf der Seite generiert und dargestellt werden
  • aufwändigere Suchmaschinenoptimierung
Fazit

Wie Sie sehen, haben beide Systeme ihre Berechtigung. Wer eher eine kleine Webseite mit bis zu 30 Inhaltsseiten und keine großen Anforderungen an die Seite stellt, der ist mit einer HTML-Website gut aufgestellt.Geht es aber Richtung Mehrsprachigkeit oder sollen mehrere Leute gleichzeitig am System arbeiten können, dann sollte die Wahl auf ein CM-System fallen.

Bei den CM-Systemen macht aber die inzwischen verwirrende Vielfalt an Anbietern die Auswahl schwierig. Bei Fragen, welches der beiden Systeme das richtige für Ihr Unternehmen ist, unterstützt Sie modus_vm gerne.

Geschrieben von Martin Marotz Kategorie Technik

Über den Autor

Martin Marotz

Martin Marotz

Martin Marotz ist Gründer und geschäftsführender Gesellschafter der modus_vm GmbH & Co. KG. Vor der Gründung von modus_vm war er über 15 Jahre als Werbe- und Marketingleiter in unterschiedlichen Unternehmen der Markenartikelindustrie tätig. Heute berät er bei modus_vm eine Vielzahl von mittelständischen Kunden in Marketingfragen mit immer neuen Ideen.

Martin Marotz wurde als erfahrener Unternehmensberater vom RKW (Rationalisierungs- und Innovationszentrum der deutschen Wirtschaft) zum Fachberater für Vertrieb, Marketing und Kommunikation berufen.

Im lokalen Umfeld engagiert sich Martin Marotz als Verantwortlicher für die Geschäftsstelle des VVF e.V., dem aktiven Handels- und Gewerbeverein in Stuttgart-Vaihingen.

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